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Fahrrad-Geschichte

Allgemein


Die Entwicklung des Fahrrades dauerte über viele Jahre. Von ca. 1820-1890 wurde getüftelt und verändert. Am Anfang war das Laufrad, dann das Velocipes ("Schnellfüße"), das Hochrad und zum Schluß das heutige Niederrad.

 

Namen wie Carl Freiherr von Drais Draisinen, Pierre und Ernest Michaux, William Thompson, Firmen Singer&Co sowie Hillmenn Herbert&Cooper, John Boyd Dunlop, Ernst Sachs usw. beschreiben die Entwicklung des Rades. altes Fahrrad aus Holz


Anfangs wurden die „Laufräder“ angetrieben, in dem man sich mit den Füßen vom Boden abstieß. Danach kam das Velocipede, das heißt "Schnellfüße", welches mit Vorderantrieb mit Pedalen versehen war.
Durch die Vergrößerung der Vorderräder entstanden hieraus nun die Hochräder, die jedoch durch die große Sturzgefahr, sowie die Unhandlichkeit bald vom Niederrad abgelöst wurden.  

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Jahreszahl Fahrradtechnik Technik

  • um 3500 v.Chr. Vermutlich Erfindung des Rades im Vorderen Orient Die ältesten aus zusammengesetzten Holzscheiben gebauten Räder rollen in Mesopotamien und im Schwarzmeergebiet. Das Rad gilt als die größte einzelne technische Erfindung der Menschheit.
  • 1750 hölzerne Zweiräder mit starrem Rahmen
  • 1779 Bau eines ersten tandemartigen Fahrrads (England)
  • 1791 Laufmaschine auf zwei Rädern ohne Lenkung von de Sivrac
  • 1817 „Draisine“ Karl Friedrich Drais von Sauerbronn, ein badischer Forstmeister. Er erfand die erste „Schnelllaufmaschine“ aus Holz, das das Laufen erleichtern sollte. Es wurde mit den Füßen angetrieben, war aber zu schwer und unbequem.
  • 1845 Fahrrad mit Tretkurbel (Mylius)
  • 1845 William Thompson erfindet den Luftreifen (43 Jahre vor Dunlop)
  • 1853 Philipp Moritz Fischer versieht hölzernes Laufrad mit Tretkurbeln an der Vorderachse, so dass es zum Tretrad wurde
  • 1860 Velociped aus Frankreich, auch genannt „Knochenschüttler“ mit eisenbereiften Holzrädern, Metallrahmen, Fußruhen für die Bergabfahrt und Seilbremsen
  • 1861 stellte der Franzose Pierre Michaux mit seinem Sohn Ernest einen Tretkurbeltrieb für eine Draisine her und baute in den nachfolgenden Jahrefahrrad-alt-museum.jpgn seine "Michaulinen" (mit großem Vorder- und kleinem Hinterrad) in beachtlichen Stückzahlen, 1869 bereits täglich 200 Stück.
  • 1867 Erste Fahrräder mit Drahtspeichen in England von Engländer namens Madison erfunden
  • 1867 erste Damenvelos, fahren wie im Damenreitsitz "Michauline" mit Pedalen und Bremse (Paris).
  • 1869 wurde von dem Franzosen Andre Guilmet bereits der Fahrradantrieb, wie wir ihn heute kennen, erfunden. Das Fahrrad wurde mit einem Tretkettenantrieb in der Mitte des Rahmens versehen, der über eine "endlose" Kette auf das Hinterrad wirkte. Aber diese Entwicklung konnte sich zu dieser Zeit noch nicht richtig durchsetzen.
  • 1869 Fahrrad mit Vollgummireifen. Zweirad mit Hinterradantrieb (Stuttgart)
  • 1870 Tangentialspeichen für Fahrrad (Cowper). Militärischer Einsatz des Fahrrades (Frankreich)
  • 1884 Die Firmen Singer&Co sowie Hillmenn Herbert&Cooper entwickeln das Kangaroo. Es besitzt ein kleineres Vorderrad, da zu viele Menschen vom Hochrad stürzen. Außerdem ist am Vorderrad ein Kettenantrieb montiert.
  • 1888 John Boyd Dunlop patentiert Luftreifen für Fahrräder
  • 1890 Entwicklung des Niederrades durch Konstrukteur Humber. Es besitzt den auch heute noch üblichen Fünfeck- oder Trapezrahmen. Er besteht aus zwei Dreiecken, die für Stabilität und Stoßfestigkeit sorgen.
  • 1893 Ernst Sachs erhält für die erste Fahrradnabe das Kaiserliche Patent.
  • 1895 Tragbare Klappfahrräder werden bei den Manövern verwendet (Österreich)
  • 1902 Die Firma Wanderer aus Chemnitz läßt die erste Zweigangnabenschaltung patentieren.
  • 1903 Ernst Sachs bringt nach acht Jahren Konstruktionsarbeit die "Torpedo"-Freilaufnabe mit Rücktritt auf den Markt.
  • 1905 Radfahren auch nachts, dank Beleuchtung durch Karbidlaternen!
  • 1906 Kunstharz-Bakellit entwickelt
  • 1910 Kegelräder
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