Das Pedersen ist ein besonderes Fahrrrad, welches noch heute als Geheimtipp gehandelt wird.
Es wurde 1890 von Michael Pedersen (1855-1929) erfunden und drei Jahre später patentiert.
Pedersen produzierte in seiner Lebzeit nicht mehr als 8000 Pedersens. Erst seit ca. 1980 werden wieder vermehrt Pedersens hergestellt, welches Jesper Sölling (einem dänischen Schmied) zu verdanken ist, der durch eine Ausstellung des Fahrradhistorikers Finn Wodschow auf das Pedersen aufmerksam wurde. Sölling fand dieses Rad so interessant, dass er selbst begann die Rahmen dafür zu löten. Anfangs war dies nur ein Hobby, welches nach einem Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zum Vollzeitjob wurde.

Das Pedersen unterscheidet sich von anderen Rädern durch seinen Hängemattensitz. Dieser ist an einem Rahmen, der nur aus Dreiecken besteht, befestigt, sodass er schwingen kann.
Pedersens sind insgesamt leicht und stabil, aber meist durch die aufwendige Herstellung des Rahmens etwas teurer.
Da es nicht viele Hersteller und wenig Stückzahlen gibt, werden die Pedersens meist nach ganz individuell zusammengestellt.
Die Vorteile des Pedersen sind sein leichtes Gewicht, die sehr bequeme Sitzhaltung und dadurch z.B. keine Nackensteifigkeit, da die Wirbelsäule völlig gerade bleibt und dadurch auch nicht die Hände einschlafen.
Das Pedersen eignet sich hervorragend als Stadt- bzw. Tourenrad und ist auch als Kinderrad erhältlich.
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